Steuerfalle: Stille Reserven

Bei Umwandlungen geht es aus steuerlicher Sicht primär um die Verhinderung der Aufdeckung von stillen Reserven. In geeigneten Fällen kann es auch um die Aufdeckung der stillen Reserven zur Verlustnutzung gehen.

Doch was sind stille Reserven überhaupt?

Stille Reserven sind der Unterschiedsbetrag zwischen dem Wert, mit dem die Wirtschaftsgüter in der Steuerbilanz stehen und deren tatsächlichen Wert.

Mit welchem Wert stehen zum Beispiel die Grundstücke und der Geschäfts- und Firmenwert Ihres Betriebs in der Steuerbilanz? Würden Sie die Grundstücke und Ihr Unternehmen zu diesem Preis einem fremden Dritten verkaufen? - Wenn nein, dann sind stille Reserven in diesen Wirtschaftsgütern enthalten.

Wenn die Steuerfalle "Zwangsweise Auflösung der stillen Reserven des Unternehmens" zuschnappt, passiert folgendes:

Man bekommt Steuerbescheide quasi über einen fiktiven Verkauf des Unternehmens samt Immobilien und Kundenstamm, obwohl man im Leben nicht daran denkt, seinen Betrieb zu verkaufen.

Das heißt, man wird vom Finanzamt so behandelt, als hätte man seinen Betrieb zum aktuellen Verkehrswert verkauft, obwohl gerade kein Geldzufluss stattgefunden hat, von dem man die Steuerlast tragen könnte. Und was der Verkehrswert ist, darüber wird man sich auch noch mit dem Finanzamt streiten müssen.