Rechtsformwechsel (allgemein)

Beim Rechtsformwechsel wechselt ein Unternehmen seine Rechtsform. Auch eine Freiberuflerpraxis, beispielsweise eine Anwaltssozietät, kann die Rechtsform ändern.

Falls noch weitere unternehmerische Maßnahmen mit dem Rechtsformwechsel verbunden werden sollen, beispielsweise die Ausgliederung eines Unternehmensteils oder eine Fusion, so handelt es sich begrifflich nicht mehr um einen reinen Rechtsformwechsel.

Die Gründe für einen Rechtsformwechsel sind vielfältig; in vielen Fällen bietet sich ein Wechsel der Rechtsform zur Vorbereitung der Unternehmensnachfolge an.

Rechtsformwechsel nach UmwG

Der Formwechsel im Sinne des Umwandlungsgesetzes (UmwG) ist eine besondere Art der Umwandlung und wird auch bezeichnet als formwechselnde Umwandlung.

Rechtsformwechsel nach BGB und HGB

Daneben gibt es noch Möglichkeiten zum Wechsel der Rechtsform außerhalb des Umwandlungsgesetzes. Sie vollziehen sich nach den Regeln des BGB oder HGB. Bei diesen Formwechseln ist somit kein Rechtsakt im Sinne des Umwandlungsgesetzes erforderlich, sie sind also diesbezüglich kostengünstiger; allerdings muss immer im konkreten Einzelfall geprüft werden, ob nicht eine Umwandlung nach dem Umwandlungsgesetz, beispielsweise eine Verschmelzung oder Spaltung, insgesamt vorteilhafter für das Unternehmen ist.

Der Wechsel der Rechtsform ohne Zuhilfenahme des Umwandlungsgesetzes ist beispielsweise in folgenden Fällen möglich: