Ausgliederung

Die Ausgliederung ist eine Art der Umwandlung gemäß Umwandlungsgesetz.

Im Gegensatz zur Abspaltung werden hier die Gesellschaftsrechte an der aufnehmenden Gesellschaft an den Ursprungsrechtsträger selbst gewährt.

Bilanziell bedeutet dies, dass der Ursprungsrechtsträger gleich viel wert bleibt, da es sich um einen Tausch handelt.

Haftungsrechtlich ist die Ausgliederung allerdings nachteilig, da es sich letztlich immer um ein Mutter - Tochter - Verhältnis handelt. Bei einer späteren Insolvenz der Tochtergesellschaft bleibt die Muttergesellschaft somit in der Haftung.

Typischer Anwendungsfall für eine Ausgliederung ist der, dass ein ins Handelsregister eingetragener Einzelkaufmann zur Rechtsform einer GmbH wechseln möchte. Hierfür muss er sein Betriebsvermögen aus seinem übrigen Vermögen ausgliedern nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes.

Daneben hat der Einzelkaufmann noch die Möglichkeit, eine neue GmbH zu gründen und in diese per Sacheinlage seinen Betrieb einzulegen. Allerdings ist dieser Weg in den meisten Fällen steuerlich nachteilig, wenn erhebliche stille Reserven aufgedeckt werden müssen.